...und es geht gleich mal um eines der wichtigsten Themen: Was kann ich schon vor der Reise machen, um sie mir so angenehm wie nur möglich zu gestalten?
Auch für Japan gibt es
mittlerweile die ein oder andere Organisation, die einem bei seinen Vorbereitungen für Work&Travel
unterstützen: practigo.com beispielsweise
besorgt einem die erste Unterkunft und ein Konto und ein Mobiltelefon. Auch
einen Sprachkurs kann man buchen, der sicherlich vorteilhaft ist.
Jeder muss selbst
entscheiden, ob er sich die reine Eigenorganisation zutraut oder ob er Leute um
Hilfe bittet.
Ich denke, schon allein wenn
man sich für Japan entscheidet, ist man darauf gefasst, dass man einige
Aufgaben mehr zu bewältigen hat als jemand, der nach Kanda oder Australien möchte
- hier gibt es mehrere konkurierende Anbieter, die um Studenten und Abiturler
buhlen und mit Mitgliedschaften und sicheren Jobs werben.
Also braucht man sich auch
nicht zu schämen oder irgendwas ähnliches, wenn man nach seiner Entscheidung
für Japan Hilfe in Anspruch nimmt, wie die von PractiGo.
Dennoch gilt es auch zu
bedenken, dass man so oder so vieles selbstständig erledigen muss – wieso probiert
man dann nicht gleich alles?
Ehrlich gesagt wollte ich
auch erst PractiGo um Hilfe bitten, habe es mir dann aber anders überlegt. Ich
habe auch einige Blogs gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es auch ohne
gehen kann, denn:
- Ich muss alles selbst machen, mache damit auch sicherlich Fehler, kann diese nachvollziehen und das nächste Mal besser machen.
- Auch PractiGo muss sich irgendwie finanzieren: Kaufe ich mir also mein Handy selbst, muss ich nicht noch PractiGo dafür bezahlen und spare gutes Geld.
Also, weg von irgendwelchen
Vereinigungen, Institutionen oder Organisationen und hinein in die
Selbstorganisation.
An dieser Stelle möchte ich
ein paar elementare Dinge kurz und knapp zusammenfassen, die besonders für alle unter 21-Jährigen interessant sein
könnten.- Fakt ist, man muss über 20 Jahre alt sein, um in Japan volljährig zu sein. Wie in Deutschland als 17 Jährige(r) ist man also noch nicht vertragsfähig. Man stöst so auf diverse Probleme.
- Wohnung. Schon allein, wenn man nach japan. Recht volljährig ist, muss man - da man Ausländer ist - einen Japaner finden, der für einen bürgt. Als "Minderjähriger" kann man es gleich ganz vergessen, eine eigene Wohnung in Japan zu mieten. Das ist aber bei den Wohnpreisen in Tokyo und der knappen Wohnungslage zu verschmerzen.
- Mobiltelefon. In vielen anderen Blogs wurde "der Weg zum Handy" häufig schon beschrieben. Die preisgünstigste Variante ist wohl, sich von SoftBank ein nicht mehr ganz den heutigen Standards entsprechendes Klapphandy zu kaufen. ABER: Auch hier, trotz Prepaidhandy, schließt man einen Vertrag ab und da kommt wieder das Problem mit der Minderjährigkeit auf (aber als ich bei blau.de meinen Prepaidvertrag gemacht habe, musste auch meine Mutter als Vertragspartner herhalten, denn auch hier ist die Volljährigkeit unabdingbar für eine Prepaidkarte gewesen).
Also: wie vorgehen? Auch wenn nach einem anderhalbtägigen Flug wohl Lust und Laune im Keller sind und ein Jetlag sich ankündigt, sollte man den Weg zu einem am Flughafen ansässigen SoftBank Stand machen. Dort gilt: Wer eine Kreditkart besitzt, der kriegt auch ein Handy (zumindest steht es so auf der Internetseite - ich werde später darüber berichten, ob es denn auch geklappt hat). Ich lande in Narita, dort gibt es etwa 12 SoftBank Services (schon allein an der Zahl merkt man, wie groß dieser Flughafen sein muss - o Gott.) Zum Handy werde ich aber auch noch ein paar neuere Informationen mit euch teilen - in einem anderen Beitrag (denn dazu gibt es wirklich verdammt viel zu schreiben...). - Medikamente. Wer dauerhaft Medikamente nehmen muss, z.B. als Frau die Pille nimmt,sollte sich für den ganzen Zeitraum seiner Reise damit noch in Deutschland eindecken. Erklärt ihr eurem Arzt die Situation, wird er auch nichts dagegen haben. Andernfalls müsst ihr euch fragen: a) Wo bekomme ich die Medikamente her? Brauche ich ein Rezept? b) Zahlt meine Auslandskrankenkasse dies? c) Hat das Medikament die exakt gleiche Zusammensetzung wie in Deutschland? - lieber sicher gehen.
- Jugendherberge. Wer immer eine Möglichkeit der Unterkunft haben möchte, sollte sich einen Jugendherbergsausweis ausstellen lassen (rund 12 Euro Jahresbeitrag). Dieser gilt dann in jeder internationalen Jugendherberge weltweit - andernfalls kommt man dort nicht rein. Andererseits gibt es auch kleinere Jugendherbergen, die preisgünstiger sind - aber ab und zu gibt es nun einmal nur eine int. Jugendherberge.
- WWOOF. Vielleicht wollt ihr, wie ich, auch mal das "Dorf" Japans erleben. Dafür bietet sich eine Mitgliedschaft bei WWOOF an, die liebevoll "Obstpflücker-Mitgliedschaft" genannt wird. Für etwas über 40 Euro Jahresbeitrag kann man sich bei -zig ökologischen Farmen überall in Japan bewerben, dort auf dem Feld zu arbeiten, im zugehörenden Restaurant zu kellnern usw. Es hat auf jeden Fall alles mit Farmen zu tun. Anstelle von Gehalt bekommt man Unterkunft und Essen gesponsert und erlebt auf jeden Fall das Japan hinter den Großstädten. WWOOF gibt es übrigens fast auf der ganzen Welt und ist entsprechend echt ein bewährtes System.
- Jobs durch Services. Viele werden sicherlich in Tokio landen. Und wer in Tokio landet, will nicht gleich wwoof-en. ABER, bei der Bewerbung für das Working-Holiday-Visum darf man auch noch keinen Job haben (bzw. sieht die Botschaft das nicht gern, schließlich liegt der Schwerpunkt auf dem Reisen und nicht dem Arbeiten). Ist das Visum in der Tasche, kann man sich aber ruhig shcon nach Jobs umschauen. Als Ausländer hat man besonders gute Chancen im Gastronomie-Bereich (besonders englischsprachige, aber auch deutschsprachige Kellner(-innen) werden häufig gesucht). Es gibt Vermittlungsstellen, welche direkt für Working-Holiday-Maker Jobs suchen, aber - schaut man auf ihre Internetseite - sagen diese, dass die Chance auf einen Job als Minderjähriger doch sehr gering ist.
Dennoch anbei die Internetseiten:
- Jobssuche auf eigene Faust. Ich empfehle euch, craigslist.jp zu nutzen, wenn ihr selbst mal nach Jobs schauen möchtet. Es gibt ein riesen Angebot. Aber, wenn ihr dmait suchen wollte, dann lieber kurz bevor ihr fliegt. Die meisten Jobs beginnen kurz nach der Aufgabe des Gesuchs.
- Lesen, lesen, lesen. Lest viel! Viele Bücher über Japan, ich werde noch ein paar Bilder von den Büchenr zufügen, die ich verwendet habe.
Das wär's für's Erste. Ich werde noch ein paar zusätzliche Informationen nach und nach in diesne Blog packen.
Jaa ne~
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